Volker Schreiner

Geburtsjahr, Ort
1957, Isingerode, Deutschland
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie

Volker Schreiner studierte 1977-83 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Neben zahlreichen Preisen erhielt er 1988 ein Stipendium der Cité Internationale des Arts in Paris, 1993 das Niedersächsische Künstlerjahresstipendium und 1994 den Elisabeth-Schneider-Preis. Lehraufträge an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe 1993-94 und an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig folgten. Volker Schreiner lebt in Braunschweig.

Der Video- und Performancekünstler Volker Schreiner beginnt seine künstlerische Arbeit Anfang der achtziger Jahre mit seriellen abstrakten Skulpturen. Seit 1988 arbeitet er vor allem mit Video. Neben zahlreichen Videobändern entstehen Videoskulpturen, die konstruktive Dimensionen der Plastik mit videospezifischen Möglichkeiten verbinden. Im Mittelpunkt von Schreiners Arbeit stehen rhythmische Strukturen und die „Verknüpfung des Scheinbaren mit dem Wirklichen" (Schreiner). Bilder und die begleitenden Geräusche werden mit Videotechniken verfremdet und rhythmisch streng gegliedert. Das Spiel mit der virtuellen Räumlichkeit im Inneren des Monitors dehnt Schreiner in umfangreichen Installationen auf die Bereiche zwischen den Bildschirmen aus. In raumfüllende Projektionen, die seit Mitte der neunziger Jahre - oft in Zusammenarbeit mit Christoph Giradet - entstehen, werden Decken, Wände und Boden zu einem Gesamtambiente verdichtet, wobei Passagen und Übergänge eine zentrale Rolle spielen.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1992 »Versatz«, Eisfabrik - foro artistico, Hannover
1993 »Roundabout«, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
1994 »Grounded Sky«, Schloss Celle; »Elisabeth-Schneider-Preis 1994«, Elisabeth-Schneider-Stiftung, Freiburg
1995 »Frühlingserwachen«, Eisfabrik - foro artistico, Hannover; »Retake«, Kunstraum Wuppertal
1996 »Subsoil«, Eisfabrik- foro artistico, Hannover; »Seasaw«, Neuer Berliner Kunstverein, Video-Forum, Berlin
 
Gruppenausstellungen und Festivalbeiträge (Auswahl)
 
1990 »4. Marler Video-Kunst-Preis«, Museum Folkwang, Essen; »5th International Video and TV Festival«, Montbéliard
1991 »4th Fukui International Video Biennale«, Fukui City; »Neue Deutsche Medienkunst«, Moderna Museet, Stockholm; »37. Internationale Kurzfilmtage«, Oberhausen; »AVE-Festival«, Arnheim; »4. VideoFest«, Medienkooperative, Berlin
1992 »Interferenz«, Kunstverein Wolfenbüttel; »European Media Art Festival«, Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück
1993 »Preisträger des 5. Marler Video-Kunst-Preises«, Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl; »MultiMediale 3«, Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe
1994 »German Video Art«, AR/GE Kunst, Museum-Galerie Bozen, Vorarlberger; Kunstverein, Bregenz
1995 »Deutsch-Japanisches Festival der Medienkunst«, Kyoto
1997 »Video-Fest Retrospektive«, transmedia, Berlin; »Heidelberger Film- und Videotage«, Heidelberg; »5. Verdener Kurzfilm-Festival«, Verden; »Sound Basis Visual Arts Festival«, Breslau; »43. Internationale Kurzfilmtage«, Oberhausen

[Frauke Syamken, 1997]