Wolf Kahlen

Geburtsjahr, Ort
1940, Aachen, Deutschland
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie

Der Medienbildhauer Wolf Kahlen wurde 1940 geboren. Er studierte Künste, westliche und östliche Philosophien, Amerikanistik, Finnisch, Sinologie; Lehrtätigkeiten seit 1962 in Berlin, in den siebziger Jahren 1972-79 in (u.a.) Berlin, Iowa City, Madrid, Lodz, in den Achtzigern Gastdozenturen in (u.a.) New York, in den Neunzigern Gastprofessuren (u.a.) an der Universität Hangzhou, China (1990) und am Bauhaus Dessau (1992). Seit 1982 ist er Professor für Intermediäre Kunst an der Architekturfakultät der Technischen Universität Berlin. Wolf Kahlen hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und in bis heute weit über 120 Einzelausstellungen seine immer wieder neuen Medienansätze gezeigt.
 
Er arbeitet mit Photographie seit 1956, an Umbildern und Raumsegmenten 1964-69, mit Film bis 1969, mit Video seit 1969, mit Klang seit 1970, in der Architektur seit 1974, in Ethnologie seit 1985. Kahlen ist Initiator und Gründer der weltweit ersten Videothek beim Neuen Berliner Kunstverein (heute Videoforum) 1971, Mitbegründer der Aktionen der Avantgarde 1973 und 1974 in Berlin und Gründer, Erbauer und Direktor der Ruine der Künste Berlin 1981. 1985 wurde er Consultant in Art and Architecture der Königlichen Regierung von Bhutan (Himalaya), seitdem macht er regelmäßige tibetalogische Feldforschungen in Tibet, Sikkim, Bhutan, Nepal, Myanmar und China und Veröffentlichungen sowie bisher neun Videodokumentationen (je 90-120 Min.) ethnologischer Arbeiten, in denen Forschung unmissverständlich auch allsinnlich, künstlerisch (was immer das sei) verstanden wird. Diese anderen Videotapes zeichnen sich durch ungewöhnlich lange, psychologisch empathische Einstellungen aus.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1971 »Reversible Prozesse«, Pinar Galleries, Tokyo; »Raumsegmente«, Haus am Waldsee, Berlin; »Konzepte und Reversible Prozesse in drei Stadien«, Hamburger Kunsthalle, Hamburg
1975 »25 Videoarbeiten Zyklus Angleichungen«, Haus am Lützowplatz, Berlin
1978 »Photos Video Performance«, Kunstverein Freiburg
1980 »Trabalhos com Video«, Galeria Nacional de Arte Moderna, Lissabon
1982/83 »Arbeiten mit dem Zufall den es nicht gibt«, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, anschließend Neue Galerie/Sammlung Ludwig, Aachen
1986 »Videoskulpturen 1969-1986«, Galerie im Körnerpark, Berlin
1992 »Ephemere Stücke«, Museum für Ausländische Kunst, Riga; »Nichts als Staub«, Museum Mánes, Prag
1994 »Die Fünf Elemente«, Zhao Yao Galerie, Peking; »Prace Efemeryczne«, Galeria Rzezby, Warschau
1995 »Bilder (k)einer Ausstellung«, Ruine der Künste Berlin; »Ephemere Stücke«, Neuer Aachener Kunstverein, Aachen
1996 »Nichts als Staub«, Video-, Photo-, Klang-, Staubinstallationen, Beijing Art Museum, Peking; »Dreimal Chi«, Videodokument, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Museum für Völkerkunde, Berlin; »Die Ruine möbliert«, Installationen, Ruine der Künste Berlin; »Werkschau Tibet Mongolei«, Videodokumente,
Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Museum für Völkerkunde, Berlin, anschließend Museum Rietberg, Zürich, Muzeum Azij i Pazifiku, Warschau
1997 »365 - zeit - an - sagen«: eine Klanginstallation von Wolf Kahlen, Klanggalerie, Sender Freies Berlin; »Nichts als Staub (Made in China)«, Photo-, Video-, Staub-, Klangskulpturen, Ruine der Künste, Berlin; »Choboi, 87, Mongole, Mönch, Chödpa«, Videodokument, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Museum für Völkerkunde, Berlin
 
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 
1977 documenta VI, Kassel

[1997]