UPIC – Graphic Interfaces for Notation Conference
Ein Mann arbeitet an einem Computerprogramm, das die grafische Notation digital in Klang übersetzt
Fr, 28.09.2018 – Sa, 29.09.2018
Vortragssaal, Kubus
Eintritt frei

Das ZKM und das Centre Iannis Xenakis (CIX) veranstalten ein zweitägiges künstlerisch-wissenschaftliches Symposium zur Erforschung aktueller Ansätze und Trends im Bereich der grafischen Notation zur Parametererzeugung von Musikkompositionen.

Ende der 1970er-Jahre entwickelte der Komponist Iannis Xenakis UPIC (Unité Polyagogique Informatique de CEMAMu, Centre d'Études de Mathématique et Automatique Musicales), ein Computerprogramm, das die grafische Notation digital in Klang übersetzt. Über ein Tablet-Interface können KomponistInnen die Wellenformen und Hüllkurven direkt auf ein elektronisches Tablet zeichnen und der Computer wandelt sie in Echtzeit in Klang um. Die Zeichnung wird zum Vehikel der Mikro- und Makrostruktur eines musikalischen Werkes. Die von Xenakis ausgelöste und von anderen etablierten Computermusikern wie Jean-Claude Risset oder Curtis Roads unterstützte Revolution in der grafischen Komposition setzt sich vierzig Jahre später dank moderner Computerprogramme wie dem grafischen Open-Source-Sequenzer »Iannix« fort.

Sowohl KünstlerInnen als auch MusikwissenschaftlerInnen werden das »UPIC« und dessen Historie besprechen und in Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einem Konzert den Stand der Technik auf dem Gebiet der elektroakustischen Sonifikation grafischer Notationen diskutieren. Das Symposium dient auch der Vorbereitung einer in Zusammenarbeit mit dem Centre Iannis Xenakis für 2019 geplanten Buchpublikation am ZKM.

Die UPIC - Graphic Interfaces for Notation Conference wird in Zusammenarbeit mit dem Centre Iannis Xenakis (CIX) im Rahmen des Projekts »Interfaces« organisiert.

Organisation / Institution
ZKM | Karlsruhe und Centre Iannis Xenakis

Gefördert von