Nobody's Listening
Porträt von Hala
Eine immersive Ausstellung zur Aufarbeitung des vergessenen Völkermordes im Irak
Sa, 02.10.2021 – So, 09.01.2022
Museumsbalkon
Eintritt frei

Das Ausstellungsprojekt

»Nobody's Listening« ist eine Virtual-Reality-Erfahrung und immersive Ausstellung, die an den Genozid an der jesidischen Gemeinschaft erinnert, der von der Terrormiliz Islamischer Staat im Sommer 2014 im Nordirak begangen wurde.

Trotz der Verleihung des Friedensnobelpreises an Nadia Murad, Amal Clooneys einflussreichem Engagement und schnell umgesetzter Flüchtlingsprogramme, wie das des Landes Baden-Württemberg, ist sechs Jahre später noch wenig getan worden, um den Jesid:innen und anderen betroffenen Gemeinschaften zu helfen. Der Völkermord dauert weiterhin an: Etwa 3.000 jesidische Frauen und Kinder werden noch immer vermisst oder sind in Gefangenschaft und kein:e einzige:r ISIS-Kämpfer:in wurde für das Genozid-Verbrechen zur Rechenschaft gezogen. Die Ausstellung erforscht die Folgen des Völkermordes durch den ISIS und seine verheerenden Auswirkungen auf verfolgte Gemeinschaften sowie deren kulturelles Erbe durch Virtual-Reality-Technologie, Fotografie und Kunstwerke von jesidischen Künstler:innen. »Nobody's Listening« würdigt insbesondere den Mut, die Entschlossenheit und die Handlungsfähigkeit der Überlebenden und bietet ihnen einen Raum, in dem sie von Menschen weltweit gehört werden können. Gemeinsam bilden sie eine Stimme, die internationale Anerkennung und Gerechtigkeit fordert.

Die Ausstellung schafft eine immersive Umgebung, die ein stärkeres internationales Bewusstsein für die Ereignisse des Genozids von 2014 und seine zutiefst verheerenden Folgen für das jesidische Volk sowie für andere religiöse Minderheiten und deren kulturelles Erbe im Nordirak schafft. Die zukunftsorientierte Ausstellung konzentriert sich sieben Jahre nach dem Völkermord auf das, was als Nächstes geschehen muss. Sie bietet Überlebenden und Vertriebenen eine Plattform, um ihre Geschichten zu erzählen, ihre Ausdrucksformen in Malerei, Bildhauerei und Poesie zu zeigen – und sich Gehör über die noch notwendigen Maßnahmen zu verschaffen.

»Nobody's Listening« ist eine Wanderausstellung, die von Yazda und Upstream in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. organisiert, von Easy Tiger Creative Ltd. konzipiert und produziert, vom ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe erstmals gezeigt und vom Staatsministerium Baden-Württemberg großzügig gefördert wird. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Sie wird am ZKM von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm und einem vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe unterstützten internationalen Symposium am 9. Dezember 2021 anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Völkermordes begleitet.

"Die Ausstellung »Nobody's Listening« ist ein wichtiger Weg, um die Menschen an die Schrecken von ISIS zu erinnern, aber auch, um zum Handeln zu inspirieren, damit so etwas nie wieder mit Jesiden, Christen oder einer anderen irakischen Gemeinschaft passiert."

Ivana Waleed, jesidische Aktivistin und Überlebende des Völkermordes

"»Nobody's Listening« ist eine bewegende Ausstellung, die den Mut der Überlebenden des Völkermordes würdigt und ihren Ruf nach Gerechtigkeit verstärkt."

Amal Clooney, Menschenrechtsanwältin
Organisation / Institution
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe
Unter der Schirmherrschaft von:

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Organisiert von:

Produziert von

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Unterstützt durch:

Mit zusätzlicher Unterstützung von