Michael Gleich, Jeffrey Shaw, Bernd Lintermann, Torsten Belschner, Lawrence Wallen, Manfred Wolff-Plottegg

Web of Life (Satelliten- oder Remote-Stationen)

2002

© Michael Gleich, Jeffrey Shaw ; Foto © Foto: Frieder Blickle
Künstler:in / Künstlergruppe
Michael Gleich, Jeffrey Shaw, Bernd Lintermann, Torsten Belschner, Lawrence Wallen, Manfred Wolff-Plottegg
Titel
Web of Life (Satelliten- oder Remote-Stationen)
Jahr
2002
Kategorie
Installation
Computerbasiert
Material / Technik
Neon-Schrift Bodenstation: Handscanner (Videokamera, Computer (PC), Betriebssystem (Windows XP), TFT-Monitor, Individualsoftware, Mini-LED-Lichtschranke), Computer (PC), Betriebssystem (Linux), Individualsoftware, Computer (Power Mac G4), Betriebssystem (OS9), Individualsoftware, Architekturelement (zerlegbar), holografisch-optische Projektionsscheibe, Subwoofer, sechs Lautsprecher (aktiv), Projektor, Umlenkspiegel Hängende Ausführung (Tensegrity): Handscanner (Videokamera, Computer (PC), Betriebssystem (Windows XP), TFT-Monitor, Individualsoftware, Mini-LED-Lichtschranke, Sockel), Computer (PC), Betriebssystem (Linux), Individualsoftware, Computer (Powerbook), Betriebssystem (OS9), Individualsoftware, Aluminiumrohr- und Drahtkonstruktion, holografisch-optische Projektionsscheibe, Subwoofer, sechs Lautsprecher (aktiv), Projektor, Umlenkspiegel
Maße / Dauer
240 x 180 x 550 cm, Installationsmaße variabel
Beschreibung
Eine Hand auf einer Glasplatte. Die Kamera erfasst die Handlinien, ein Algorithmus zeichnet sie nach, und Sekunden später erscheinen sie auf der großen Projektionsfläche: verschmolzen mit den Handlinien anderer Besucher, die ihre Hände an anderen Orten der Welt auf andere Glasplatten gelegt haben. Aus diesen Linien entsteht ein sich ständig wandelndes Geflecht aus Bildern und Klängen. »Web of Life« ist ein global vernetztes Kunstwerk. Neben der permanenten Installation im ZKM Karlsruhe reisten vier weitere Terminals über zwei Jahre hinweg zu Ausstellungen und Festivals in New York, Tokio, Berlin, Melbourne, São Paulo und anderen Städten. Alle Stationen waren miteinander verbunden: Wer in São Paulo seine Hand scannte, hinterließ Spuren, die in Karlsruhe sichtbar wurden – und umgekehrt. Die Bildwelt des Werks kreist um das Motiv des Netzwerks. In Echtzeit generierte 3-D-Projektionen verschmelzen mit Archivmaterial, das verschiedene Formen von Vernetzung zeigt: das Straßenraster einer Stadt, die Leiterbahnen einer Platine, die Verästelungen eines Flussdeltas, das Geflecht menschlicher Arterien. Die Software organisiert diese Elemente nach Prinzipien, die biologischen Wachstumsprozessen nachempfunden sind – neuronale Verzweigung, zelluläre Strukturen. Die Handlinien der Besucher greifen in dieses System ein und modulieren sowohl die visuelle Komposition als auch die Klanglandschaft. Im ZKM entwarf Manfred Wolff-Plottegg für das Werk einen eigenen Raum: eine höhlenartige, schwarz gehaltene Architektur ohne rechte Winkel, in der die stereoskopischen Projektionen auf einer 3,35 mal 7 Meter großen Fläche erscheinen, begleitet von einem 70.1-Kanal-Surroundsystem. Für die reisenden Terminals gestaltete er eine Tensegrity-Struktur aus Kabeln und Röhren – selbst ein Netzwerk. Das Werk entstand unter der Leitung von Jeffrey Shaw gemeinsam mit Michael Gleich, Bernd Lintermann, Torsten Belschner, Lawrence Wallen und Manfred Wolff-Plottegg. Begleitend erschien ein Buch von Michael Gleich sowie eine Website.

Autor:in

MR

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