Günther Förg

Geburtsjahr, Ort
1952, Füssen, Deutschland
Todesjahr, Ort
2013, Freiburg i. Br., Deutschland
Rolle am ZKM
Künstler/in der Sammlung
Biografie

Günther Förg wurde 1952 in Füssen geboren. Er studierte von 1973-79 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei K.F. Dahmen. Seit 1992 ist er Professor für Malerei an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Für seine Arbeit wurde er zuletzt 1996 mit dem Wolfgang-Bahn-Preis geehrt. Förg lebt in Areuse.
 
Der Ausgangspunkt für Förg sind große monochrome Arbeiten, die er seit 1974 ausstellt. Seit 1976 experimentiert er mit verschiedenen Trägermaterialien wie Blei und Aluminiumblechen. Wandmalereien und Skulpturen kommen 1978 hinzu, womit viele seiner Arbeiten einen installativen Charakter erhalten. Seit Beginn der achtziger Jahre entstehen mehrere Reihen von großformatigen Architekturfotografien. Ein zentrales Motiv in Förgs Werk ist die Auseinandersetzung mit dem Raum. Seine Gemälde, die Wandmalerei und die spiegelnde Verglasung der Fotografien beschränken sich nicht auf die traditionellen Grenzen des Tafelbildes, sondern greifen auf den Raum über und beziehen den Betrachter mit ein. Förg legt Wert auf die eigentümlichen Qualitäten der einzelnen Gattungen, wie den Duktus des Farbauftrages oder die Spuren, die seine Hand in den Skulpturen hinterlässt. Die haptischen Qualitäten seiner Materialien unterstreichen diesen Zugang.
 
Einzelausstellungen (Auswahl)
 
1984 kunstraum München
1985 kunstraum München, anschließend Kunsthalle Bern
1987 Museum Haus Lange, Krefeld, anschließend Maison de la Culture et de la Communication, Saint-Etienne, Haags Geementemuseum, Den Haag; »Günther Förg, Gesamte Editionen 1974-1988«, Museum Boijmans Van Beuningen Rotterdam, anschließend Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
1990 Museum Fridericianum, Kassel, anschließend Museum van Hedendaagse Kunst, Gent, Museum der Bildenden Künste, Leipzig, Kunsthalle Tübingen, kunstraum München; »Stations of the Cross«, Galerie Max Hetzler, Köln, anschließend Renaissance Society at the University of Chicago
1993 »Günther Förg, Fotografien 1982-1992«, Deutscher Werkbund, Frankfurt/M, anschließend Galerie der Stadt Stuttgart
1994 »Günther Förg, Druckgraphische Serien«, Kunstmuseum Bonn
1995 »Couplet 4 - Günther Förg Paintings 1974-1994«, Stedelijk Museum, Amsterdam; Kunstverein Hannover
1996 Kunstverein Hamburg; »Günther Förg - 11 Skulpturen 1995, 8 Bilder 1996, 4 Cansons 1996«, Deutsche Bank Luxembourg S.A.; »Gitterbilder«, Kunstmuseum Luzern
1997 Haus für konstruktive und konkrete Kunst, Zürich; ALBA, Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, Köln

Gruppenausstellungen (Auswahl)

1984 »Von hier aus«, Messegelände, Düsseldorf
1986 »Chambre d'amis«, Museum van Hedendaagse Kunst, Gent
1989 »Bilderstreit«, Museum Ludwig, Rheinhallen, Köln
1991 »Metropolis«, Martin-Gropius-Bau, Berlin
1992 »Photography on Contemporary German Art, '60 to the Present'«, Walker Art Center, Minneapolis; documenta IX, Kassel; »Photography in Contemporary German Art: 1960 to the Present«, Walker Art Center, Minneapolis, anschließend Dallas Museum of Art/Modern Art Museum of Forth Worth, Dallas, The Saint-Louis Art Museum/ The Forum for Contemporary Art, Saint Louis, Missouri, Solomon R. Guggenheim Museum SoHo, New York, Los Angeles, Köln, Basel, Humlebaek
1993 »Der zerbrochene Spiegel«, Kunsthalle und Messepalast, Wien, anschließend Deichtorhallen, Hamburg
1996 »Nuevas Abstraciones«, Palacio Velázquez/Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, anschließend Kunsthalle Bielefeld, Museu de Arte Contemporani, Barcelona; »Munch and after Munch or the obstinacy of painters«, Stedelijk Museum, Amsterdam, anschließend Munch Museet, Oslo; »Bilderserien - Serienbilder«, Städtische Galerie im Lenbachhaus, Kunstbau, München; »Chaos, Wahnsinn«, Kunst.Halle.Krems, Krems; »Sammlung Speck«, Museum Ludwig, Köln
1997 »Die Epoche der Moderne«, Martin-Gropius-Bau, Berlin

[David Richardt, 1997]