Phonorama. Eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium

Cover der Publikation »Phonorama. Eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium«
Publikationstyp
Ausstellungskatalog
Verfasser / Herausgeber
Brigitte Felderer (Hg.)
Verlag, Ort
Matthes & Seitz, Berlin
Jahr
2004
Inhalt

Die Stimme ist nicht ersetzbar, wenn es darum geht, Verbindlichkeiten auszuhandeln und herzustellen, Macht und Protest laut werden zu lassen, Diskurse zu einer Lösung zu führen, Einvernehmen zu erreichen, sich Jaworte zu geben - zuzulassen, daß die Kultur ihre Stimme erhebt. Die Stimme ist das Medium einer demokratischen Ordnung: ob Bundestag, Unterhaus, Gerichtsbarkeit, der Zeugenstand oder der Vorsitz im Aufsichtsrat - all das sind Orte der Stimm-Erhebung, wo für die Gemeinschaft wie für das Individuum wichtige wie folgenschwere Aussagen ausgesprochen und damit Realitäten geschaffen werden. Nur wer die Stimme erhebt, handelt vielleicht auch.

Der vorliegende Band skizziert eine Medien- und Kulturgeschichte der menschlichen Stimme. Die Autoren zeigen, dass die erlebte und gehörte Stimme faktisch den Raum unserer Wahrnehmungswelt erzeugt und damit der »gehörte Raum« zumindest so konstitutiv wie der durch das Auge wahrgenommene ist. Sie stellen auch dar, dass die technische Möglichkeit, Stimme zu speichern und zu übertragen eine Verständigungs-Revolution auslöst: auch das telefonierende Kind ist in der Lage, die abwesende Großmutter als gegenwärtig zu imaginieren. Die reiche Bebilderung mit Sprechmaschinen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, phonographischen Experimenten, ersten sprechenden Puppen und Gegenständen, Stimmprothesen, Notations-Systemen etc. stellt die Stimme zusätzlich in einen Kontext technischer Faszinationsgeschichte.

Sprache
Deutsch
Beschreibung
415 S. : Ill.
ISBN
3-88221-844-4
Organisation / Institution
ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Sponsoren

LBBW Landesbank Baden-Württemberg ; Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Abteilung Kunst ; SONATECH GmbH + Co. KG ; VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE GmbH, der Hörverlag ; AFAA – Bureau des Arts Plastiques / Französische Botschaft ; Johannes und Mindy Mann

Über die Herausgeber/innen