BarabásiLab. Hidden Patterns
Zu sehen ist eine Visualisierung eines Netzwerkes. Die Kanten des Netzwerkes sind in unterschiedlichen Farben eingefärbt.
Netzwerkdenken
Sa, 01.05.2021 – So, 16.01.2022
Lichthof 1+2, 2.OG
Kosten: Museumseintritt

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 25 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Intro | Videokommentar von Albert-László Barabási

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können Besucher:innen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 20. Juni 2021 gezeigt wird.

Über den Künstler

Albert-László Barabási (*1967, Cârța, Harghita, Rumänien) begann sein Studium ursprünglich als Bildhauer, bevor er sich als Universitätsstudent in Bukarest und Budapest der Physik zuwandte und in Boston promovierte. Barabási entwickelte die Theorie komplexer Netzwerke an der Northeastern University in den USA. Er arbeitet am Dana-Farber-Krebsinstitut der Harvard University und lehrt an der Central European University in Budapest. Er lebt und arbeitet in den USA und in Budapest.

Führung durch die Ausstellung

MOME Augmented-Reality-App

Speziell für die Ausstellung hat die Moholy-Nagy University of Arts and Design (MOME) Budapest eine Augmented-Reality-App entwickelt, welche die verborgenen Zusammenhänge hinter den Netzwerk-Skulpturen noch greifbarer macht!

Mit Eröffnung der Ausstellung steht sie auf Tablets vor Ort zur Verwendung bereit.

Eine Person steht vor einer weißen 3D-Netzwerk-Skulptur und hält ein Tablet hoch, auf dem mittels Augmented Reality die Skulptur näher untersucht werden kann.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

 

Podiumsdiskussionen

2. September 2021,
19 Uhr

 

Epidemische Ausbreitung

 

Vittoria Colizza (INSERM / Sorbonne)

Dirk Brockmann (RKI / Humboldt-Universität)

Albert-László Barabási (Physiker, Netzwerkwissenschaftler)

7. Oktober 2021 

Biologische Netzwerke

 

Tomás Saraceno (Künstler)

4. November 2021 

Big Data-Reflexion & Design

 

Wendy Chun

Albert-László Barabási (Physiker, Netzwerkwissenschaftler)

Kim Albrecht (Künstler)

2. Dezember 2021         

Kunstnetzwerke

 

Albert-László Barabási (Physiker, Netzwerkwissenschaftler)

Maximillian Schich (University of Texas)

Januar 2022 

Kommunikationsnetzwerke & Deepfakes

 

Mauro Martino (Gründer des Visual AI Lab, IBM Research)

Carlo Ratti (Architekt, Ingenieur und Professor am MIT)

 

Weitere Teilnehmende werden bald hier bekanntgegeben.

 

Symposium »Das neue Daten-Denken«

Freitag, 14. Januar 2022

Vorträge u.a. von Albert-László Barabási und Kim Albrecht.

Weitere Teilnehmendewerden bald hier bekanntgegeben.

Ausstellungsteam

Kuratiert von | curated by: Peter Weibel mit | with Clara Runge
Projektmanagement | Project management: Teresa Retzer, Clara Runge
Technische Projektleitung | Technical project management: Anne Däuper
Grafikdesign | Graphic design: Sascha Fronczek

Medienpartner

In Kooperation mit