Führung durch Kritische Zonen: Der Auenwald
Im Wald steht eine Gruppe Menschen um ein Tuch herum, das auf dem Boden ist. Der Waldboden ist voller Laub.
Mi, 06.10.2021, 17:00 Uhr CEST
Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört
Eintritt frei
Treffpunkt: Endhaltestelle Rappenwört

Der Auenwald in Karlsruhe – eine kritische Zone? Gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört tauchen wir in die »Critical Zone« ein, und lernen sie bei einem Spaziergang genauer wahrzunehmen.

Natürliche Auen sind in Deutschland sehr selten geworden. Flussbegradigungen, Eindeichungen, Staustufen und andere Ausbaumaßnahmen haben die Auenflächen drastisch reduziert und die Funktionen der Auen erheblich eingeschränkt. Dabei sind Auen nicht nur für den Hochwasserschutz unverzichtbar. Sie filtern auch das Wasser, tragen zur Trinkwasserversorgung bei und binden das klimarelevante CO2. In den Auen lebt des Weiteren eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten; und auch für Menschen bilden die Auen einen wichtigen Erholungsraum, gerade hier, am dicht besiedelten Oberrhein. Die einzigartigen und europaweit gefährdeten Auenwälder können nur hier existieren. Als länderübergreifend verbindendes Element sind sie für den Biotopverbund unverzichtbar. Die große Bedeutung der Oberrheinauen wird auch durch ihre Ausweisung als deutsch-französisches UNESCO-Ramsar-Gebiet bestätigt.

Erleben Sie diesen besonderen Lebensraum bei einem Spaziergang auf der Insel Rappenwört und erfahren Sie mehr über die Entstehung, Einzigartigkeit und Gefährdung unserer Rheinauen. Im Austausch mit gedanklichen Inhalten der Ausstellung »Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik« üben wir uns im genauen Beobachten. Wir werden auch in den »Untergrund« gehen und uns anschauen, wie sich der Auen-Boden, Grundlage für das Wachstum der Vegetation, zusammensetzt. 

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung und geschlossene Schuhe. 

Organisation / Institution
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Begleitprogramm

In Kooperation mit