ReCoder
Ein Mann bei seiner Performance am Keyboard und hinter ihm eine Leinwand, auf die ein Text projiziert ist.
Love, Drugs, Music, Art in the times of digital control
Sa, 05.05.2018 15:00
OpenHUB, Lichthof 8+9
Eintritt frei

Film-Performance mit Lesung, Video und Live-Soundscapes

Wir leben an den Screens vernetzter Computer. Das Denken wird zunehmend post-panoptisch von Apps kontrolliert. Gibt es ein Außerhalb des Systems digitaler Vernetzung? Was heißt überhaupt »außerhalb«? Stellen Cut-up und Hacking aktuelle politische Mittel dar? Die Performance ReCoder stellt experimentell einen Film vor, der noch gedreht werden muss.

Die Protagonistin Reco entdeckt den Undergroundfilm »Decoder« (1984), von dem sie die Technik des Sound-Cut-up lernt. Sie beschäftigt sich mit der Frage, ob sich mittels Kunst, Musik und Poesie das herrschende Zeichensystem im Sinne postkolonialer und post-panoptischer Körper- und Kulturpraktiken umfunktionieren lässt. Unter den neuen sozio-medialen Bedingungen gilt es, das Subjekt und das Vokabular einer emanzipatorischen Rebellion zu überprüfen: Taugt ein Cocktail aus Kunst, Drogen, Sex und Theorie?

Stefan Römer tritt seit Mitte der 1980er Jahre mit Sound-Performances auf; er wird live Sounds erzeugen, Textcollagen und Videos mischen.

Organisation / Institution
ZKM | Karlsruhe

Begleitprogramm

Mitwirkende

Schwerpunkte